Golfsimulator-Leinwand richtig spannen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Eine Golfsimulator-Leinwand muss arbeiten. Beim Aufprall soll sie nachgeben, den Ball abbremsen und ruhig in ihre Position zurückkehren. Ist sie zu straff gespannt, wirkt sie wie ein Trampolin und schickt die Bälle zum Spieler zurück. Ist sie zu locker, wirft sie Wellen, und jede Falte ist im Beamerbild zu sehen. Hier zeigen wir, wie wir Leinwände bei unseren eigenen Installationen spannen. Wenn Sie sich noch nicht für ein Befestigungssystem entschieden haben, lesen Sie zuerst unseren Artikel Golfsimulator-Leinwand befestigen: die Befestigungssysteme von SIM|GOLF im Überblick.
Goldene Regel: Seiten und Unterkante der Leinwand werden nie starr befestigt, schon gar nicht im mittleren Bereich. Starr befestigen darf man nur die Ecken. Der Klettstreifen an der Kante ist für seitliche Vorhänge und die Blende über der Leinwand gedacht, nicht für die Befestigung der Leinwand am Rahmen.
Bevor Sie anfangen
- Kennen Sie die Höhe des fertigen Bodens. Abschlagmatte, Kunstrasen oder ein SIM|WEDGE-Puzzle-Podest heben die Spielfläche an. Wir hängen die Leinwand erst auf, wenn feststeht, wo der Boden liegt.
- Prüfen Sie Vorder- und Rückseite. Jede Hängeleinwand hat auf der Rückseite ein BACK-Schild in einer Klarsichthülle. Es zeigt, wo hinten und wo vorne ist. Zum Spieler zeigt die Seite ohne Schild, also die Innenseite der abgerollten Rolle. Entfernen Sie das BACK-Schild vor dem Spielen.
- Glätten Sie Knicke. Für den Transport wird die Leinwand gefaltet. Wir falten sie so, dass möglichst wenige Knicke entstehen. Falls doch welche auftreten, entfernen Sie sie am einfachsten mit einem Dampfglätter. Verwenden Sie kein Bügeleisen.
- Legen Sie Gummiseil und Spanner bereit. Für oben und unten Gummiseil mit 6–8 mm Durchmesser (oben meist etwa 8 m), für die Seiten Kugel-Expander und für die Ecken Kabelbinder. Außerdem brauchen Sie die rote Schnur, die jeder Leinwand beiliegt.
Schritt für Schritt (SIM-System am BFS-Rahmen)
- Unterkante. Schieben Sie die Leinwand unter das untere Profil. Fädeln Sie das Gummiseil locker im Overlock-Stich durch die Ösen und befestigen Sie es am hinteren Profil. Schieben Sie die Leinwand etwa bis zur Hälfte des Abstands zwischen hinterem Profil und Leinwandkante ein.
- Höhe. Heben Sie die Mitte der Leinwand an und binden Sie sie mit der roten Schnur vorläufig hoch. Messen Sie von der Oberkante des Podests oder Bodens bis zur Unterseite des Klettstreifens bzw. der oberen Blende. Der Wert sollte zur Höhe des Beamerbilds passen (16:10, 16:9 oder 4:3).
- Oberkante. Legen Sie das Gummiseil doppelt und befestigen Sie seine Mitte in der Mitte des oberen Profils. Fädeln Sie es im gleichen Stich durch die Ösen, von der Mitte nach außen. So verteilt sich die Spannung gleichmäßig und die Leinwand verzieht sich nicht.
- Seiten bleiben locker. Befestigen Sie die Seiten jetzt noch nicht.
- Unterkante austarieren. Das untere Gummiseil soll locker sein, aber so fest, dass die Leinwand zurückfedert, wenn Sie mit der Hand dagegen drücken.
- Ecken. Für mehr Spannung in der Breite ziehen Sie Kabelbinder durch die Eckösen und die Ecken damit an den Rahmen heran. Wir machen das immer so. Es ist die einzige Stelle, an der die Leinwand starr befestigt wird.
- Zum Schluss die Seiten. Haken Sie die Kugel-Expander so ein, dass die Leinwand nicht herunterfallen kann, aber spannen Sie sie nicht. Ausnahme ist das ROD-System (V-Befestigung): Hier werden die Seile um die Stäbe kräftig gespannt, weil die Stäbe und nicht das Gewebe die Arbeit übernehmen.
- Test. Schlagen Sie mit Driver oder Eisen, nicht mit einem Wedge. Der Ball sollte in der Leinwand „sterben" und höchstens direkt vor Ihren Füßen landen.
Leinwand ohne BFS-Rahmen (STANDARD und STANDARD + Tunnel)
Die Reihenfolge ist dieselbe: zuerst oben von der Mitte nach außen, dann unten, dann die Ecken mit Kabelbindern und zum Schluss locker die Seiten. Die unteren Ösen werden locker befestigt. Hat die Leinwand einen unteren Tunnel mit einem Stab im Schrumpfschlauch, hält dessen Gewicht die Unterkante gerade, und das Seil im Tunnel wird nur leicht zu den Seiten gespannt.
Woran Sie erkennen, dass etwas nicht stimmt
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Ball springt weit hinter den Spieler zurück | Leinwand zu straff | Erst die Seiten, dann oben lockern |
| Wellen und Falten im Bild | Ungleichmäßige Spannung oben | Oben erneut von der Mitte nach außen spannen |
| Scharfe Knicke im Gewebe | Faltung für den Transport | Dampfglätter (kein Bügeleisen) |
| Leinwand in der Breite zu locker | Keine Spannung in den Ecken | Kabelbinder in den Eckösen |
| „Zähne" an den seitlichen Ösen | Expander zu stark gespannt | Seitliche Seile lockern |
| Unterkante springt nach dem Aufprall | Unterkante zu leicht | Unterkante beschweren, z. B. mit Tunnel und Stab, oder SIM-System wählen |
| Bälle rollen unter die Leinwand | Spalt am Boden | SIM|WEDGE-Puzzle-Podest in Betracht ziehen |
Die Leinwand arbeitet und setzt sich mit der Zeit etwas. Prüfen Sie die Spannung nach ein paar Tagen Spielbetrieb noch einmal.
Fragen, oder sollen wir die Leinwand für Sie montieren? Schreiben Sie uns: sim@simgolf.pl, Tel. +48 797 989 119.